Eine neue Auszeichnung feiert ihre Premiere: Der FLVW-Kreis Soest hat am Donnerstag zum ersten Mal den "Schiri-Freund des Jahres" gekürt.
Mit dieser Ehrung möchten wir denjenigen danken, die selbst zwar keine Schiedsrichter sind, sich aber trotzdem auf besondere Weise für die Unparteiischen einsetzen", erklärt Marcel Voß, Vorsitzender des Kreis-Schiedsrichter-Ausschusses, den Hintergrund der Aktion.Im April sind die rund 100 Schiris des Kreises um (anonyme) Vorschläge gebeten worden. "Es gab mehr als zehn Nominierungen", berichtet Voß, der zufrieden mit dieser Resonanz sei. "Ein Name fiel dabei immer wieder: Niko Hawixbrock vom 1. SC Lippetal."
Hawixbrock ist am Sportplatz in Herzfeld viel mehr als nur der Schiri-Betreuer. Wochenende für Wochenende richtet er die Kabine her, sodass die Referees stets mit Duschgel, Getränken und Snacks versorgt sind und - neben der persönlichen Begrüßung vor Ort - auch nochmal mit einem individuellen Zettel namentlich in Empfang genommen werden. Den Großteil finanziert Hawixbrock in Eigenleistung. Zudem erkundigt er sich in der Halbzeitpause und nach Abpfiff der Spiele immer wieder nach dem Befinden der Unparteiischen. Diese Fürsorge hat sich mittlerweile über die Kreisgrenzen hinaus herumgesprochen, sodass Schiedsrichter gern zum 1. SC Lippetal fahren - in dem Wissen, dass sich hier um sie gekümmert wird.
"Wir wollen zeigen, dass diese Wertschätzung gesehen wird. Und wir möchten etwas zurückgeben. Für sein Engagement hat Niko sich diese Auszeichnung und unsere Anerkennung mehr als verdient", sagt Marcel Voß. Im Rahmen des Staffeltags der Senioren, bei dem alle Vereine des Kreises anwesend waren, überreichte er Niko Hawixbrock die Urkunde und ein Handtuch des Verbandes als Präsent. "Wir hoffen natürlich, dass wir so auch andere Menschen dazu motivieren können, etwas Positives für die Schiris zu tun." Das könne dauerhafte Unterstützung, aber auch Schutz in einer bedrohlichen Situation sein.
Die Auszeichnung soll nun nach jeder Saison vergeben werden.
