Die Soester Schiris nutzen die fußballfreie Zeit zur Fortbildung: Das vergangene Wochenende verbrachten 20 Unparteiische im SportCentrum Kaiserau. Im Mittelpunkt des Lehrgangs stand die fachliche Entwicklung – dazu leistete auch ein prominenter Gast seinen Beitrag.
Zum Sommer-Trainingslager eingeladen waren neben ambitionierten Talenten auch einige Referees, die bereits auf Verbandsebene pfeifen und ihre Erfahrungen weitergeben sollten. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer lag bei nur etwas über 20 Jahren.Von Freitag- bis Sonntagnachmittag behandelten die Lehrwarte Christian Dahlmann und Christopher Schütter sowie Marcel Voß als Vorsitzender des Kreis-Schiedsrichter-Ausschusses diverse Themen – in der Theorie und Praxis. Neben dem Führen von Coachinggesprächen nach Beobachtungsspielen, den Regeländerungen zur Saison 2026/2027 sowie den Feinheiten der aktuellen Regelauslegung stand das Stellungsspiel im Fokus. Dazu wurden auf dem Kunstrasenplatz unter anderem verschiedene Standard-Situationen simuliert und lebhaft über die optimale Position des Schiedsrichters diskutiert.

Auch das Sportliche kam nicht zu kurz: Bevor der „FIFA-Test“, ein unter Schiedsrichtern bekannter Intervalllauf, auf dem Programm stand, absolvierten die Schiris eine Sporteinheit, bei dir sie nach mehreren Sprints, also unter Stress und Belastung, Regelfragen beantworten und Entscheidungen treffen mussten. Abends wurde zunächst gekickt oder gekegelt, bevor es zum geselligen Austausch während der WM-Spiele kam.
Für den Höhepunkt des Lehrgangs sorgte zum Abschluss Timo Gansloweit. Der Dortmunder ist als Schiedsrichter in der 2. Bundesliga aktiv und besuchte die Soester Schiedsrichter am Sonntagvormittag. Im Gepäck hatte er einen interaktiven Vortrag zum Thema „Headset-Kommunikation“. Der DFB-Schiri sorgte dabei auch bei den erfahreneren Zuhörern für Begeisterung. Westfalenliga-Schiedsrichter Christian Lange sagte: „Das war das Beste, was ich lange gehört habe. Timo hat einige neue Inputs geliefert und das alles spannend auf den Punkt gebracht.“

Überschattet wurde der Lehrgang leider von mehreren kleinen und zwei schwereren Verletzungen im Rahmen der Sporteinheiten. Lehrgangsleiter Marcel Voß zieht dennoch ein positives Fazit: „Wir sind insgesamt sehr zufrieden mit dem Wochenende. Unser Ziel war es, die Teilnehmer fachlich auf ein höheres Level zu bringen. Das ist definitiv gelungen. Außerdem sind wir als Gruppe noch stärker zusammengewachsen. Es hat großen Spaß gemacht!“
NL


